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Klemm Kl 107

Die Klemm Kl 107 wurde im ‚Dritten Reich‘ entworfen und hatte ihren Erstflug im Jahr 1940. Bis 1961 wurden 61 Flugzeuge gebaut.

Entworfen wurde das Flugzeug 1940 in konstruktiver Anlehnung an die Klemm Kl 105. Die Kl 107 ist ebenfalls ein freitragender Tiefdecker in Ganzholz-Teilschalenbauweise mit starrem Normalfahrwerk und gegenüber der Klemm 105 konstruktiv verstärkt, vergrößert und mit stärkeren Motoren ausgerüstet. Außerdem wurden noch Landeklappen eingebaut. Die Zwei-Mann-Besatzung sitzt nebeneinander in einer geschlossenen Kabine. Als Antrieb dient ein Vierzylinder-Reihenmotor Hirth HM 500 mit 105 PS. Der Erstflug erfolgte Mitte 1939, wobei am 5. Juli 1939 Klemms Chefpilot Helmut Kalkstein mit der V1 (D-EXKL) wegen Tragflächenbruch aufgrund eines Materialfehlers abstürzte und ums Leben kam. Kriegsbedingt wurden bis 1941 nur sechs der bestellten 20 Maschinen gefertigt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1954 zwischen Ludwig Bölkow und Hansjürgen Klemm eine Wiederaufnahme der Produktion angeregt. Die erste dieser Kl 107A (noch mit dem Original baugleichen Maschinen) hatte am 4. September 1956 ihren Erstflug. 1959 folgte dann die modifizierte und nun dreisitzige Klemm Kl 107B in Holzbauweise mit 110 kW starkem Lycoming-O-320-Motor, die von der neugegründeten Bölkow-Tochter Apparatebau Nabern GmbH in Serie (26 Stück) gefertigt wurde. Da die Rechte an Bölkow übergegangen waren, entwickelte dieser das Flugzeug weiter und so kam kurze Zeit später die Kl 107C auf den Markt. Diese besaß ein breiteres Fahrwerk, einen breiteren Rumpf, einen Verstellpropeller und konnte mit einer Vorrichtung zum Schleppen von Segelflugzeugen ausgerüstet werden. Es wurden bis 1961 nur 29 Stück gebaut, was seine Gründe in der veralteten Holzbauweise und der engen Kabine hatte. Um den Absatz zu verbessern, wurde 1958/59 aus der 107C die Kl 107D (ein noch größerer Viersitzer mit stärkerem Motor) entwickelt, was praktisch eine Neukonstruktion darstellte. Der Prototyp mit Lycoming-Vierzylindermotor O-360A mit 132 kW hatte am 10. Oktober 1960 in Nabern seinen Erstflug und wurde im Mai 1961 erst in Bölkow F207 und dann im Juli 1961 in Bölkow Bo 207 umbenannt. Noch im selben Jahr nahmen der zweite Prototyp und die erste Serienmaschine der Bo 207 am Deutschlandflug teil.

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